Bürgermeisterkandidat 2014 Lichtenfels - Andreas Hügerich

Hügerich: Mut, Ehrgeiz und langer Atem

Bericht und Bild neue Presse erschienen: 15.06.2013 von Mathias H. Walther

Mit den Eigenschaften, die ihn als Marathon-Läufer auszeichnen, geht Andreas Hügerich ins Rennen um den Chefsessel im Rathaus. Er tritt für die SPD an.

Lichtenfels - Er ist ein Mann, bei dem alle gerne Ja sagen. Mann und Frau. Jetzt tritt der Standesbeamte aus Lichtenfels an, Bürgermeister der Korbstadt zu werden. Und hofft natürlich, dass möglichst viele Menschen in der Stadt und den Ortsteilen Ja zu ihm sagen. Andreas Hügerich ist 30 Jahre jung, Kreisvorsitzender der SPD und einer, der sich durchbeißen kann, der weiß wie es ist, wenn lange Strecken vor einem liegen.

Hügerich ist mit Leib und Seele kommunalpolitisch aktiv. Und er ist begeisterter Marathon-Läufer. Ein recht passabler, der es immerhin geschafft hat, die 42,195 Kilometer der längsten olympischen Laufdisziplin in weniger als drei Stunden zu bewältigen. Das war 2011 in Berlin. Hügerich war einer von 40 000 Läufern aus 120 Ländern. Sechs Mal ist der Lichtenfelser angetreten, bis er die 3-Stunden-Marke geknackt hatte.

Aber: "Laufen ist nicht nur Sport für mich", sagt er. Laufen sehe er als guten Ausgleich, biete ihm Zeit für sich und zum nachdenken. "Marathon heißt, gemeinsam mit anderen ein Ziel vor den Augen zu haben, immer wieder aufzustehen und sich zu sagen 'Du schaffst das!'. Marathon heißt Mut zu haben, Ehrgeiz und langen Atem. Ich denke in der Politik ist das nicht anders", so die Philosophie des Andreas Hügerich aus Mistelfeld.

Wenn er das so sagt, dann leuchten seine Augen, dann sprudelt es aus ihm heraus: "Wir brauchen Mut für Visionen, Ehrgeiz diese umzusetzen und sicher auch langen Atem, um gemeinsam erfolgreich zu sein. Gemeinsam heißt für ihn Bürgermeister, Stadtverwaltung, Vereine, Industrie und Handel - und die Einwohner der Stadt: "Die Aufgaben, die in Lichtenfels vor uns liegen, sind nur gemeinsam - im Team - zu schaffen". Und: "Ein Bürgermeister ist eigentlich prädestiniert, Menschen zusammenzubringen. Deshalb sehe ich es im Fall meiner Wahl als wichtigste Aufgabe an, Kommunalpolitik für die Menschen gemeinsam, auch mit dem politisch Andersdenkenden zu gestalten".

Ein hoher Anspruch. Er will die Blockbildung im Stadtratsgermium aufheben. Wird das auch von seiner Partei, deren Kreisvorsitzender er ist, so mitgetragen? Bei der Frage wird Hügerich kämpferisch: "Ja, ich bin Sozialdemokrat aus Überzeugung. Aber als Bürgermeister will ich für alle Lichtenfelser da sein. Ebenso wie ich vom Stadtrat insgesamt erwarte, zum Wohle der Bürger und nicht nach dem Parteibuch zu arbeiten. Lichtenfels und alle seine Stadtteile - vom Main bis hinauf zum Jura - sind wichtig, alles andere steht hintenan", sagt er und klopft dabei auf den Tisch. Punktum.

Ambitioniert. Und die Ziele? Was will Andreas Hügerich vorrangig anpacken, wenn er denn die erste Wahl der Lichtenfelser sein sollte? Vier Punkte kommen wie aus der Pistole geschossen:

Das Gewerbegebiet an der A 73 aktiv bewerben, um produzierende Gewerbe anzusiedeln und Arbeitsplätze zu schaffen. Zitat: "Wir müssen doch den Standortvorteil an der Autobahn nutzen."

Wohngebiete ausweisen, um bezahlbare Baugebiete für junge Familien anbieten zu können. Zitat: "Es macht keinen Sinn auf Anfragen zu warten und dann erst zu überlegen. Das Bauland muss erschlossen vorhanden sein."

Lichtenfels mit allen Beteiligten interessant gestalten. Zitat: "Ich möchte unsere Stadt so attraktiv präsentieren können, dass Menschen, die in Bamberg oder Coburg arbeiten, bei uns am Obermain wohnen."

Andreas Hügerich will weiter hin die Ortsteile der Kreisstadt mehr einbeziehen. "Die Menschen dort vor Ort dürfen nicht länger das Gefühl haben, nur 5. Rad am Wagen zu sein", sagt er und betont, dass es wichtig sei, die Schulen und Kindergärten dort ebenso wie die Vereine zu erhalten, "damit es weitergeht". Ebenso wie beim Problemfall "Innenstadtbelebung" habe er keinen Königsweg, gibt er zu. Auch hier setze er auf ein Miteinander, eventuell auf einen "Runden Tisch", an dem offen und auch kritisch diskutiert wird. Denn: "Du musst als Bürgermeister auch Kritik annehmen können".

Dazu scheint der Marathon-Mann bereit zu sein. Denn, wie er erzählt, sei er nicht automatisch, nur weil er Kreisvorsitzender der Lichtenfelser Sozialdemokraten ist, quasi "geborener" Kandidat geworden. Ja, man habe ihn irgendwann einmal gefragt, ober er sich vorstellen könne, sich um das Amt zu bewerben. "Ich glaube, es war während des Lauf-Trainings, als ich mir das durch den Kopf habe gehen lassen", sagt er heute und erzählt: "Ich habe mich erst gefragt, ob ich mir das zutraue. Dann musste ich für mich klären, ob ich denn das Amt auch ausüben kann. Und als ich das für mich selbst alles mit gutem Gewissen geklärt habe, habe ich zu mir, zu meiner Familie und zu meinen Freunden gesagt: Ja, ich will".

Mut,Ehrgeiz und langer Atem
Ein Bürgermeister ist prädestiniert, Menschen zusammenzubringen.

Andreas Hügerich

Unsere Stadt muss für die interessant werden, die in Coburg und Bamberg arbeiten.

Andreas Hügerich